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Freitag, 1. März 2024

Frieden ist nicht selbstverständlich

Datum:

Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Sie sind Erinnerung an die Verstorbenen und Mahnung an die Lebenden zugleich: Die letzten Ruhestätten der rund 2,8 Millionen deutschen Kriegstoten. Um die mehr als 830 Gräberfelder in 46 Staaten Europas erhalten zu können, ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge neben seinen Mitgliedsbeiträgen auf Spenden angewiesen.

„Die friedensstiftende Arbeit des Volksbundes ist wichtig, denn seit dem russischen Angriff wissen wir, dass der Krieg als Mittel der Politik nicht ausgedient hat. Nördlich von Kiew sind Soldaten beim Ausheben einer Stellung auf Gebeine deutscher Soldaten gestoßen. Es macht mich betroffen, dass aufgrund des russischen Angriffskrieges dort, wo bereits Kriegstote ruhen, heute wieder kriegerische Handlungen stattfinden. Gedenken und Erinnerung sind wichtiger denn je“, hob Landrat Sebastian Schuster in seinem Grußwort auf dem Marktplatz hervor.

Landrat Sebastian Schuster, Vorsitzender des Kreisverbandes, stellte sich daher am 31. Oktober gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Städte und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis in den Dienst der guten Sache und machte sich mit der „Spendendose“ auf den Weg. Mit dabei waren traditionell auch Vertreterinnen und Vertreter der Bundeswehr, der Reservistenkameradschaften und der Polizei.

Das bereits traditionelle Platzkonzert des Musikkorps der Bundeswehr bildete in diesem Jahr wieder den offiziellen Auftakt zur Haus- und Straßensammlung. Noch bis 30. November sind die Helferinnen und Helfer unterwegs, um Spenden für die humanitäre Organisation zu sammeln. Sie fließen auch in die der Erfassung der Grabstätten: Denn auch wenn die erschütternden persönlichen Kriegserlebnisse mehr und mehr Geschichte werden, sind zahlreiche Familien noch immer auf der Suche nach Informationen über das Schicksal ihrer Angehörigen.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (gegründet 1919) ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich der Erfassung, Erhaltung und Pflege der Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, berät öffentliche und private Stellen, unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

In den Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises befinden sich 85 Grabstätten auf denen insgesamt 6.841 Kriegstote ihre letzte Ruhe gefunden haben. Die größte Anlage im Rhein-Sieg-Kreis ist die Kriegsgräberstätte in Königswinter Ittenbach – hier ruhen 1.871 Kriegstote unterschiedlichster Nationalität.

Mit der Anlage und Erhaltung der Friedhöfe will der Volksbund das Gedenken an die Kriegstoten bewahren. Die Lebenden sollen angesichts der zum Teil riesigen Gräberfelder an die Vergangenheit erinnert und mit den Folgen von Krieg und Gewalt konfrontiert werden.

Organisation des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gliedert sich in Orts-, Kreis- und Bezirksverbände. Darüber hinaus gibt es die Landesverbände und den Bundesverband. Es ist lange Tradition, dass sich die Bürgermeister für das Amt des Vorsitzenden des Ortsverbandes zur Verfügung stellen und aus den Reihen ihrer Mitarbeiter die Geschäftsführung bilden. Auf Kreisebene übernehmen den Vorsitz die Landräte beziehungsweise die Oberbürgermeister in den kreisfreien Städten. Schirmherr des Volksbundes ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Mit rund 1.000 Mitgliedern ist der Kreisverband Rhein-Sieg der mitgliedstärkste unter den 11 Kreisverbänden im Regierungsbezirk Köln.

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