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Siegburg
Donnerstag, 29. Februar 2024

Persönliche Erfahrungen im Ehrenamt

Datum:

Ehrenamtliche Tätigkeiten spielen eine bedeutende Rolle in unserer Gesellschaft und tragen maßgeblich zum Gemeinwohl bei. In diesem Artikel möchte ich meine persönlichen Erfahrungen im Ehrenamt teilen, insbesondere meine Zeit als Vorstandsmitglied des Partnerschaftsvereins Siegburg, Vorsitzender der RK Siegburg und Gründer sowie Leiter des Ausbildungszentrums Rhein-Sieg. Die Anfänge meiner ehrenamtlichen Reise waren geprägt von Enthusiasmus und dem festen Glauben, positive Veränderungen in unserer Gemeinschaft bewirken zu können. Als Vorstandsmitglied des Partnerschaftsvereins Siegburg habe ich daran gearbeitet, interkulturelle Beziehungen zu fördern und den Austausch zwischen verschiedenen Partnerstädten zu stärken. In meiner Rolle als Vorsitzender der RK Siegburg stand die Aus- und Weiterbildung als Reservist der Bundeswehr und Öffentlichkeitsarbeit in Vordergrund sowie ein Mittler zwischen Bundeswehr und ziviler Gesellschaft zu sein. Trotz der Freude, die mir persönlich meine ehrenamtliche Arbeit bereitet hat, gab es auch viele Hürden zu überwinden. Oft fühlte ich mich allein gelassen, sei es durch mangelnde Unterstützung aus den eigenen Reihen oder durch fehlendes Verständnis von außen bis hin zu Neidern, die auch vor unlauteren Mitteln und Mobbing nicht zurückschreckten. Die Herausforderungen reichten von bürokratischen Hürden bis hin zu Auseinandersetzungen in den eigenen Reihen. Dies führte dazu, dass wir uns in jüngster Zeit stärker abschirmten, um uns vor Besserwissern und Quertreibern zu schützen. Die Gründung und Leitung des Ausbildungszuges Rhein-Sieg war das Ergebnis und ein weiterer Schritt in meiner ehrenamtlichen Laufbahn. Ehrenamtliche Arbeit wird leider auch von den Stellen erschwert, die sie eigentlich fördern sollen. Es wird vermittelt, dass man als Ehrenamtlicher eine billige Arbeitskraft ist, über die man verfügen kann. Trotz der Schwierigkeiten bin ich fest davon überzeugt, dass ehrenamtliches Engagement einen positiven Beitrag leisten kann. Es ist wichtig, dass wir als Gemeinschaft zusammenstehen, Herausforderungen gemeinsam bewältigen und uns dabei gegenseitig unterstützen. Mein Weg im Ehrenamt hat mich gelehrt, dass die Kraft der Veränderung oft in der Hand nur weniger liegt und dass auch kleine Taten Großes bewirken können.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann dass die echte ehrenamtliche Arbeit einen höheren Stellenwert bekommt und nicht diejenigen, die sich durch Selbstdarstellung ins Rampenlicht stellen, hofiert werden. Der Kern dessen, was das Ehrenamt erfordert, sollte von vielen Mitgliedern in Organisationen wahrgenommen und umgesetzt werden. Aktive und nicht aktionistische Arbeit ist wichtig. Ich kann mir nicht vorstellen, keine ehrenamtliche Arbeit zu machen.

Olaf Kortenhoff

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