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Siegburg
Sonntag, 25. Februar 2024

Die Kunst der Stunde

Datum:

Vernissage des Kunst-Leistungskurses am Puls der Zeit

Seit etwa 20 Jahren ist das Gymnasium Siegburg Alleestraße fester Bestandteil bei verschiedenen Kunstausstellungen der Region. Seit ein paar Jahren veranstaltet der Kunst-Leistungskurs aber auch eigene Vernissagen und verwandelt die Pausenhalle dafür in ein Kunst-Atelier. Mit Sektempfang und schwarzem Cocktailkleid konnten dann abends die Gäste begrüßt werden. Kunst ist dabei natürlich nicht nur auf Malerei beschränkt, sondern drückte sich in verschiedensten Formen aus. So trug die Vernissage auch den Titel „Jenseits der Linien: Angst, Gesellschaft und Fantasie“. Es zeigte die tiefgreifenden Themen, die die elf Schülerinnen und Schüler des Kunst-LK von Fachlehrerin Sandra Dahlmann bewegten. Eliana Berglesow, Silan Ercan, Alice Fast, Dunja Ghardiede, Paula Gießler, Charlotte Kemp, Emily Leitner, Bob Nießen, Josefine Thiele, Begüm Ünal und Elin Welsch drückten dabei natürlich auch Sorgen um Klimawandel und Nahost-Konflikte aus, die uns alle beschäftigen, doch auch viele persönliche Werke konnten gezeigt werden. Auch mit künstlicher Intelligenz haben sich die Kunstschaffenden auseinandergesetzt und eigene Collagen über die Zukunftsträume mittels einer künstlichen Intelligenz variiert. Paula Gießler ging einen Schritt weiter und erweckte so ihre kindlichen Vorstellungen zum Leben. „Wenn man als Kind auf einem Fahrrad unterwegs ist, fühlt es sich an, als würde man große Abenteuer auf einem Motorrad erleben“. Diese erweckte sie bildlich ins Leben.

Eliana Berglesow ging psychologischer an das Thema „Träume“ heran. Sie setzte sich kritisch mit Siegmund Freuds Traumanalyse auseinander und nutzte verschiedenste Materialien, Farben und Techniken, um ein Stück Rigips zu einem Traum aus Feuer zu verwandeln. Dort fand sich auch ein veränderliches Stück Wachs in Tradition Descartes wieder, welches sich hier aber paradox im Feuer nicht wandelt. Auch ein brennbarer Rahmen aus Holz wurde als unbrennbar gekennzeichnet, um den Widerspruch von Traumrealität und Wirklichkeit herauszuarbeiten. „Träume müssen keine Sinnhaftigkeit haben oder Wahrheit vermitteln“, erklärt die Künstlerin. „Ich stelle Freuds Traumdeutung daher die Kraft der Absurdität gegenüber“.

Silan Ercan erarbeitete als persönliche Antwort auf gesellschaftliche Probleme eine Plastik aus Modelliermasse, um den mannigfaltigen Druck auf einen Jugendlichen von heute darzustellen. Druck aus der Gesellschaft, der Schule und dem Elternhaus wurden als Teil der Installation als verschiedene fortlaufende O-Töne hinter die Plastik an die Wand projiziert. „Bei den ganzen großen Problemen von heute besteht ein großer Druck nach Perfektion. Dabei sollte man als Jugendlicher sich doch auch ausleben und ausprobieren können, was manchmal aufgrund drängender Probleme nicht möglich erscheint. Dabei sind die Möglichkeiten heute viel größer als früher. Nichtsdestotrotz bleibt man angesichts der Problematiken als Jugendlicher stimmlos: Manchmal, wie bei Bundestagswahlen zum Beispiel, ganz buchstäblich. Wieso also nicht auch Bundestagswahlen ab 16 Jahren?“, erklärt die Künstlerin ihr Werk. Eine Botschaft, über die man nachdenken kann, angesichts einer kommenden Europawahl ab 16 Jahren.

Klein

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